Kampagne We 're open. Are you? UZH Forschende unterstützen Open Access.

We're open. Are you?

Wir von der UZH unterstützen Open Access. Wir sind bereit in Zukunft Open Access zu publizieren. Das bedeutet, dass wissenschaftliche Arbeiten möglichst sofort allen frei online zugänglich sein werden.

Warum ist das wichtig?

Open Access ermöglicht einen schnellen, kostenlosen und nachhaltigen Zugang zu wissenschaftlichen Informationen für alle und fördert so die weltweite Vernetzung wissenschaftlicher Arbeit. Insbesondere die Zeit mit COVID-19 hat uns gezeigt, wie wichtig der freie Zugang zu Wissen ist, um Chancengleichheit in der Wissenschaft herzustellen und globale Probleme zu lösen.

Internationale Open Access Woche

Vom 19.-25.10.2020 veranstalten viele Universitäten und Organisationen Anlässe, um die Verbreitung von Open Access zu fördern. Die Kampagne der UZH «We’re open. Are you?» ist Teil davon und will dazu beitragen Open Access als neuen Standard des wissenschaftlichen Publizierens zu etablieren. Initiiert und umgesetzt wurde die UZH Kampagne von der Hauptbibliothek und der Open Science Geschäftsstelle der UZH.

"Open Access in Action"

Swissuniversities veranstaltet im Rahmen der Open Access Woche am Montag, 19. Oktober 2020 eine Online-Konferenz.

Wie kann ich Open Access publizieren?

Idealerweise sollte eine Publikation sofort frei zugänglich sein. Es gibt mehrere Wege Open Access zu publizieren.

Der goldene und der Platinum Weg meint die Erstveröffentlichung eines wissenschaftlichen Textes in einer Open Access-Zeitschrift, als Open Access-Buch oder als Beitrag in einem Open Access-Sammelband. Der Platinum Weg ist kostenlos, da sich die Zeitschrift anderweitig finanziert. Bei der Gold-Variante wird meist von der Autorin, vom Autor eine Gebühr bezahlt.
Beim grünen Weg werden bei Verlagen veröffentlichte Publikationen durch Zweitveröffentlichung in institutionellen oder fachspezifischen Repositorien frei zugänglich gemacht. Bei der Erstpublikation in herkömmlichen Zeitschriften ist auf die Open Access Policy des Verlags zu achten, so dass nicht nur das akzeptierte Manuskript, sondern die publizierte Version der Publikation in einem Repository gezeigt werden darf. Die Datenbank Sherpa/Romeo gibt hier sehr gut Auskunft.

Datenbank Sherpa/Romeo

Seit 2008 sind alle Forscherinnen und Forscher der UZH verpflichtet, ihre wissenschaftlichen Arbeiten im Zürich Open Repository and Archive (ZORA) zu hinterlegen.

Zürich Open Repository and Archive

Sehr empfehlenswert ist auch die Publikation von Preprints.

Welcher Weg zu Open Access auch gewählt wird, Open Access Publikationen erreichen ein grösseres Publikum und werden zudem häufiger zitiert. 

Spricht etwas gegen Open Access?

Viele Forschungsförderer wie der Schweizerischen Nationalfonds oder das EU-Programm Horizon verlangen bereits heute Open Access zu publizieren. Auch sind die UZH-Forschenden verpflichtet, ihre Publikationen mindestens im Zürich Open Repository and Archive (ZORA) zugänglich zu machen. Das häufigste Argument gegen Open Access Publikationen ist, dass sie nicht das gleiche Prestige und Impact Faktor haben wie die Veröffentlichung in klassischen Journals und damit für die wissenschaftliche Karriere nicht förderlich sind. Mit der Unterzeichnung der San Francisco Declaration on Research Assessment (DORA) haben sich die UZH und viele andere Universitäten aber dazu bekannt, ihre Evaluationskultur zu ändern und eine ganzheitliche Beurteilung der wissenschaftlichen Arbeit vorzunehmen.

Wie finde ich eine geeignete Open Access Zeitschrift?

Es ist wichtig darauf zu achten, dass die Open Access Zeitschriften eine Form der Qualitätskontrolle wie Peer Review betreiben. Hilfreich sind Plattformen, die Forschende bei der Auswahl vertrauenswürdiger Open Access Zeitschriften unterstützen. Damit verhindert man auch bei Predatory Journals zu publizieren.

"Think Check Submit" hilft vertrauenswürdige Journals und Verlage zu finden. Directory of Open Access Journals

Wie finanziere ich eine Open Access Publikation?

Es gibt verschiedene hilfreiche Plattformen, die Forschende bei der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten unterstützen:

Hauptbibliothek: OA-Publikationsförderung

Papago: Suchhilfe für OA-Publikationskanäle inkl. Rechte und Finanzierungsmöglichkeiten

Schweizersicher Nationalfonds: Informationen zur OA-Pflicht und Finanzierungshilfen

Was kostet eine Publikation in klassischen Journals?

Wer in einer klassischen, nicht frei zugänglichen Zeitschrift publiziert, muss zwar nichts für die Publikation bezahlen, überlässt die Rechte zur Verwertung des eigenen Artikels aber meist den Verlagen. Universitäten und Forschende müssen dann wiederum hohe Abonnementspreise bezahlen, um Zugang zu diesen Artikeln zu erhalten. Dies können sich nicht alle leisten und so wird die Forschung unnötig behindert.

Wo finde ich weitere Informationen über Open Access?

Antworten auf allgemeine Fragen rund um Open Access finden Sie auf der Open Access Webseite des SNF. Informationen zum Dienstleistungs-Angebot der UZH finden Sie auf der Seite der Hauptbibliothek.

Gern beantwortet Ihnen das Data Services und Open Access-Team auch individuelle und technische Fragen rund ums wissenschaftliche Publizieren:

oai@hbz.uzh.ch

Tel. +41 44 635 41 62

Ich will Open Access unterstützen. Was kann ich tun?

  • Publizieren Sie wenn immer möglich in Platinum und Gold Open Access Zeitschriften und sprechen Sie darüber.
    Verzeichnis von OA Zeitschriften
    HBZ: Liste von OA-Publikationskanälen
  • Veröffentlichen Sie Ihre Preprints in einem OA-Archiv, wie z.B. arXiv.
  • Veröffentlichen Sie Ihre wissenschaftlichen Beiträge in der publizierten Version immer auch im Zurich Open Repository and Archive, ZORA (Green Open Access).
  • Veröffentlichen Sie auch Ihre Forschungsdaten in einem Open Data Archiv. Verlinken Sie Ihre veröffentlichten Artikel mit Ihren Forschungsdaten und umgekehrt.
  • Akzeptieren Sie Anfragen von OA-Zeitschriften als Begutachterin oder Begutachter von wissenschaftlichen Artikeln tätig zu sein oder im Redaktionsteam mitzuwirken.
  • Wenn Sie bei einer Zeitschrift mitarbeiten, die nicht Open Access ist, stossen Sie interne Diskussionen an, wie der Wechsel zu Open Access gelingen kann.
  • Als Studierende/r: Diskutieren Sie mit Ihren Professorinnen und Kollegen über Open Access.
  • Als Dozierende/r: Unterrichten Sie Ihre Studierenden über Open Access.
  • Engagieren Sie sich in Ihrer Fakultät dafür, dass Open Access bekannt ist und als Best Practice in Ihr Forschungsgebiet einfliesst.